Jahrgangsgemischt - von und miteinander lernen

Auf Grundlage erfolgreicher reformpädagogische Vorbilder ist die Sophie-Scholl-Schule als jahrgangsgemischte Stufenschule organisiert.

Immer zwei Jahrgänge besuchen eine Lerngruppe und bilden eine Schulstufe. Die Klassenteams einer Stufe arbeiten eng zusammen. Die jüngeren Schüler/innen der Klassenstufen I und II besuchen Haus I, die älteren Schüler/innen ab Klassenstufe III Haus II der Sophie-Scholl-Schule Gießen.

HausStufeJahrgängeLerngruppen
IIV9+104
IIIV7+84
IIIII5+64
III3+46
II1+26

Stufenschule

Mit dem Organisationsmodell ist verbunden, dass alle Schüler/innen immer nach zwei Jahren die Stufe und damit auch die Lerngruppe wechseln.
In der Primarstufe, die die ersten 4 Grundschuljahre umfasst, besuchen z.B. die Schüler/innen die mit den Jahrgängen 1 und 2 durchmischte Stufe I und wechseln dann gemeinsam mit den Kindern ihres Jahrgangs in die Stufe II, deren Lerngruppen die Jahrgänge 3 und 4 umfassen.

In der jahrgangsgemischten Lerngruppe machen die Schüler/innen der Sophie-Scholl-Schule die Erfahrung, zunächst zu den Jüngeren in der Lerngruppe zu gehören. Im Folgejahr werden sie zu den Älteren, die als „alte Hasen“ nun wieder neu Hinzukommenden viel erzählen und erklären können. Dies wiederholt sich beim Wechsel in die nächste Stufe, bei dem sie immer auf ihnen bereits bekannte Kinder oder Jugendliche treffen. Sind sie zunächst wieder die Jüngeren in der Gruppe, so wachsen sie im Folgejahr in den Status der Älteren. 

Alle mit dem Jünger- und Ältersein, mit dem Noch-Nicht- und/oder Schon-Wissen verbundenen Verhaltenserwartungen und –möglichkeiten können auf diese Weise von jedem Kind in verschiedenen Entwicklungsstadien mehrfach erfahren werden.

Den Stufenwechsel erleben die Kinder und Jugendlichen als pädagogisch begleiteten und verantworteten Prozess und erlangen dabei besondere Lebenskompetenz. Wechsel und Veränderungen gehören zu unserem Alltag und sind punktuell schmerzhaft. Andererseits erfahren Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl-Schule, dass mit einem Abschied immer auch die Chance auf Neues verbunden ist. Der Stufenwechsel wird so zu einem wiederkehrenden, jeweils erfolgreich gemeisterten Übungsfeld der Persönlichkeitsentwicklung.

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